• GUITAR SUMMIT 2017

    Vom 8. bis 10. September 2017 fand der erste Guitar Summit im Mannheimer Rosengarten statt, veranstaltet von GITARRE & BASS. Wir nehmen das Resümee gleich vorweg: Es waren drei tolle Tage für alle, die Gitarren und Gitarrenmusik lieben! Wie der Summit im Detail aussah? Hier könnt ihr es lesen!

     

    Zu Beginn erst einmal ein paar imposante Zahlen, bei denen die Augen von Musikern, Herstellern, Händlern und Musikfans ein komplettes Wochenende lang durchgehend leuchteten: 3 Tage, 6 Bühnen, mehr als 300 Marken an den Ständen von 130 Ausstellern auf gleich vier Ebenen, 4500 Besucher dazu satte 106 Workshops und Clinics sowie zahlreiche mitreißende Performances mit renommierten Künstlern auf der großen Bühne im Mozartsaal.

    Der erste Guitar Summit, veranstaltet von GITARRE & BASS mit Unterstützung der Stadt Mannheim im stadteigenen Kongress- und Tagungszentrum Rosengarten, konnte bereits vor Toresschluss am späten Sonntagnachmittag ein rundum positives Resümee ziehen. Überall sah man zufriedene Menschen, die stundenlang fachsimpeln, Kontakte knüpfen, Musik hören und spielen, Fragen stellen und beantworten und viele neue Inspirationen mit nach Hause nehmen konnten. Die erste Bestätigung für die Veranstalter bereits am frühen Freitagmorgen: Noch bevor pünktlich um 10 Uhr erstmals die Pforten öffneten, bildete sich vor dem Gebäude eine lange Schlange von Besuchern, die keine Minute der vielversprechenden Veranstaltung verpassen wollten.

    Ihr frühes Erscheinen hatte gute Gründe, denn von Beginn an ging es in den heiligen Hallen Schlag auf Schlag. Marco Wriedt, Kopf, Gitarrist und Hauptsong-schreiber der deutschen Band 21Octayne, war einer der ersten, der seine beeindruckenden Fingerfertigkeiten präsentierte und in einem interessanten Workshop die Fender American Professional Serie vorstellte.

    Eine der wichtigen Anlaufstellen für alle Summit-Besucher war von der ersten Minute an natürlich der Stand von GITARRE & BASS, an dem für kleines Geld das begehrte Guitar-Summit-T-Shirt und der coole Stoffbeutel, aber auch Freiexemplare unseres Magazins und zwei Hagstrom-Fantomen-Gitarren, die zur Verlosung standen, zu finden waren. Zumeist traf man hier auch den einen oder anderen Mitarbeiter unseres Hauses – für ein Familienfoto traf sich einmal sogar die gesamte Belegschaft auf einen Schlag – für einen regen Austausch. Der fand aber natürlich auch auf allen Ebenen und bei sämtlichen Ständen statt.

     

    FREITAG: GENIALES FINGERPICKING

    In musikalischer Hinsicht stand der Eröffnungsfreitag vor allem im Zeichen der Acoustic-Fingerstyle-Künstler. Ein erster früher Höhepunkt fand bereits um 12 Uhr auf der sogenannten Acoustic Stage statt, als der Berliner Modern-Fingerstyle-Virtuose Tobias Rauscher lehrreiche Tricks zur Stärkung der Greifhand und kleine Kniffs für ein flüssiges Legato-Spiel demonstrierte.

    Erstmals in Deutschland auf der Bühne stand der russische YouTube-Star Alexandr Misko, der den Besuchern unter dem augenzwinkernden Motto „The Beauty Of Open Tunings“ (O-Ton: „So kann man auch mit Akustik-Gitarren Heavy Metal spielen!“) seine Interpretation von Nirvanas ,Smells Like Teen Spirit‘ präsentierte. Als ihm während seiner Technikdemonstration das Mikro aus der Halterung rutschte, erklärte er kurzerhand: „Sorry, in Russia we don´t have microphones, just a lot of Wodka.“

    Einen ähnlich skurrilen Sinn für Humor zeichnet auch den britischen Percussive-Fingerstyle-Star Jon Gomm aus. Der virtuose Perfektionist hatte seine berühmte „Wilma“ des nordirischen Gitarrenbauers George Lowden mitgebracht, der man ihre 20-jährige Beanspruchung deutlich ansah. In einem rappelvollen Workshop-Raum fand Gomms Mischung aus Blues, Soul, Rock und sogar Metal-Einflüssen großen Anklang, immer wieder ein echter Hinhörer seine atemberaubende Akustik-Gitarrenversion von Chaka Khans ,Ain´t Nobody‘.

    Nicht weniger eindrucksvoll war die Performance von Maneli Jamal mit seiner Cole-Clark-Signature-Gitarre. Sein Spiel ist von unglaublicher rhythmischer Exaktheit und absolut perfekter Tonbildung gekennzeichnet, ein Hörerlebnis der besonderen Art. Jamal teilte sich die Bühne mit dem 13-jährigen Kroaten Frano Zivkovic, den viele Gitarrenfans von seinen gemeinsamen Auftritten mit Tommy Emmanuel kennen.

    Zum Abschluss eines in jeder Hinsicht gelungenen ersten Summit-Tages standen dann ab 18 Uhr nacheinander Tobias Rauscher, Alexandr Misko, Maneli Jamal und Jon Gomm auf der Bühne des Mozart-Saals und begeisterten vor voll besetzten Stuhlreihen. Gomm kam, ganz der eigenwillige Brite, zunächst mit Kapuzenpulli, unter dem sein zuweilen schelmisches Grinsen über die Absurditäten des Alltags nur ansatzweise zu sehen war. Umso offensichtlicher sein packendes Songwriting und seine unglaublichen Darbietungen auf „Wilma“.

     

    ROCK UND BLUES AM SAMSTAG

    Der Summit-Samstag war im Vergleich zum eher Acoustic-orientierten Freitag deutlich rockiger. Passend dazu hatten Besucher dank einer einzigartigen Aktion von Musik Produktiv die Möglichkeit, im sogenannten ,Tubeamp-Finity‘-Raum insgesamt 64 verschiedene Röhrenverstärker mit 43 Boxen zu kombinieren und das für sich „perfekte Paar“ zu finden. Natürlich wurde dieses Angebot reichlich genutzt, weshalb der Lautstärke-Pegel in der Amp-World-Area deutlich höher war als in den erstaunlich leisen übrigen Etagen.

    Für prominente Summit-Besucher wie Alex Beyrodt (Primal Fear, Voodoo Circle) oder Axel Ritt (Grave Digger) keine ungewohnte Situation. Dabei mussten beide viele Autogramme geben und sich für Selfies zur Verfügung stellen.

    Ein Wahnsinns-Andrang herrschte beim Workshop von Guthrie Govan: Natürlich wollten zahllose Summit-Besucher einem der ungewöhnlichsten Rockgitarristen der Gegenwart ganz genau auf die Finger schauen, sodass der Workshop-Saal auf Ebene 2 kurzzeitig aus allen Nähten zu platzen drohte. Guthries geniale Performance war Gänsehaut pur, allein er war den Eintritt zum Summit wert!

    Dem Workshop von Victor Smolski auf der Amp World Stage konnte der Lautstärkepegel aus der Amp World Area nichts anhaben. Der ehemalige Gitarrist von Rage, der vor wenigen Tagen das zweite Album seiner neuen Band Almanac veröffentlicht hat, demonstrierte echte Metal-Power. Zwischen den Songs, die er mit vollem Körpereinsatz performte, gab der Weißrusse spannende Tipps zum Songwriting und Arrangieren.

    Am frühen Abend entschädigte die bei ihrem Workshop leider verhinderte Ida Nielsen mit einem wahren Rhythmusfeuerwerk, zumal sie mit Holger Stonjek, dem Chef von Sandberg Guitars, als zweiten Bassisten auf der Bühne stand. Mit einer bärenstarken Show läutete Nielsen einen Funk- und Rock-geladenen Abend ein.

    Der steigerte sich weiter von Minute zu Minute, nachdem Thomas Blugs Rock Anarchie die Bühne geentert hatte und nacheinander Gregor Hilden, Dennis Hormes, Victor Smolski, Jen Majura und Guthrie Govan zu sich holte. Geboten wurden Rock-Klassiker, die es in sich hatten: Blug und Smolski feuerten ein siedend-heißes ,Highway Star‘ (Deep Purple) aus der Hüfte, Jen Majura brachte ein kerniges Medley aus ,Whole Lotta Love‘ (Led Zeppelin) und ,Back In Black‘ (AC/DC), und Govan versetzte mit einer fesselnden Version von ,Walking On The Moon‘ (The Police) das Publikum in Begeisterung.

    Rasanter hätte der rockige Summit-Samstagabend kaum starten können, bevor die deutschen Instrumental-Progrocker Long Distance Calling ein eindrucksvolles und atmosphärisches Set ablieferten. Die Band gab bekannt, dass vor wenigen Wochen die Arbeiten an ihrem neuen Album abgeschlossen wurden, man darf sich also schon jetzt auf ein weiteres LDC-Meisterwerk freuen. Schon mal vormerken: Wir werden eine große Story zur Veröffentlichung bringen!

     

    ENGLUND & SMOLSKI – METALKORYPHÄEN AM SONNTAG

    Am Abend zuvor noch mit seiner Metal-Band The Haunted im ,The Crypt‘ südlich von Stockholm auf der Bühne, traf der schwedische Gitarrist, Songschreiber und Produzent Ola Englund rechtzeitig zu seinem Workshop am Sonntagvormittag ein. Obwohl er in der vorherigen Nacht kaum ein Auge zugemacht hatte, gab er gleich zwei ausgeschlafene Performances, eine zum Thema Selbstmarketing – ein Bereich, der in Zeiten sinkender Verkaufszahlen von CDs/Alben immer wichtiger wird – und zu Modeling-Amps. Nach seinen beiden spektakulären Auftritten am Samstag war auch Victor Smolski am Sonntag noch einmal zu sehen. Im Workshop-Saal auf Ebene 2 gab er wertvolle Tipps zum Thema „Unverkrampft bei Vollgas!“. Um 16.30 Uhr war dann noch einmal Jen Majura zu sehen. Thema ihres Workshops: „Gear Talk: Das richtige Kabel.“ Einen etwas anderen Aspekt bei Gitarren-Amps stellte Thomas Dill auf der Amp World Stage vor: „Kemper Profiler & Effekte“. Hochinteressant und sicherlich zukunftweisend.

    Aber ist dies wirklich die alleinige Zukunft der Verstärker-Schmiede? David Jordan von Long Distance Calling kommentierte anschließend treffend: „Wer glaubt, er kann es sich einfach machen, indem er sich einen Modeling-Amp kauft, irrt gewaltig. Mit diesen Geräten muss man sich intensiv beschäftigen, wenn sie wirklich gut klingen sollen. Nimmt man sich jedoch diese Zeit, haben die Amps natürlich viele Vorteile.“

     

    Der erste Guitar Summit verlangte wahrlichnach einer Fortsetzung! In diesem Punkt waren sich alle einig und wollen wiederkommen, wenn wir das nächste Mal die Pforten öffnen. Wann das sein wird? Haltet die Augen auf, wir geben es zeitnah bekannt! Einen ausführlichen Überblick der Guitar-Summit-Gear-Highlights wird es in der nächsten Ausgabe geben.

     

    Quelle: Gitarre&Bass 10/2017 (Story: Matthias Mineur)

  • GUITAR SUMMIT 2018

    Vom 7. bis 9. September 2018 ging der Guitar Summit zum zweiten Mal über die Bühne. Über 6000 Besucher waren ein Wochenende lang im Gitarren und Bass-Rausch, besuchten die über 160 Workshops, Masterclasses und Konzerte, und tauschten sich mit Gleichgesinnten aus. Hier kommen ein paar Impressionen.

     

    Um ein erstes Fazit gleich vorwegzuschicken: Alle waren begeistert, nahezu jeder fühlte sich pudelwohl. Besucher wie Aussteller kamen voll auf ihre Kosten, in vielerlei Hinsicht. Drei Tage lang gab es alles zu sehen, zu fühlen, zu hören und testen, was das Gitarristen/Bassisten-Herz höher schlagen lässt: Instrumente und Amps von günstig bis hoch in die Boutique-Preiskategorie, oder Effektgeräte, mit denen sich so ziemlich jeder vorstellbare Ton erzeugen lässt. Darüber hinaus Zubehör, mit dem sich das (Musiker-)Leben leichter, aufregender, inspirierter und irgendwie auch schöner machen lässt. Kein Wunder also, dass man an diesem langen Summit-Wochenende ausschließlich zufriedene Gesichter sah, egal wohin man blickte.

     

    WORKSHOPS & MASTERCLASSES

    Einer der wichtigsten Treffpunkte für die Besucher waren auch diesmal die auf drei Ebenen verteilten sieben Bühnen mit ihren über 160 Workshops. Hier gab es eine Menge zu lernen, zu staunen, Neues zu entdecken oder einfach nur die Möglichkeit, seinen Idolen ganz nahe zu sein.

    Auf der Shure-Silent-Stage in Ebene 1 beispielsweise ging es vergleichsweise hart und heftig zu. Mattias IA Eklundh zeigte seine fabelhaften Fingerfertigkeiten auf seiner achtsaitigen Caparison-Gitarre, die sichtbar Spuren seines umtriebigen Tour-Lebens trägt. Zu Beginn seiner Performance fremdelte der Schwede noch ein wenig mit dem für ihn ungewohnten In-Ear-Sound auf der Bühne, aber auch das war nach wenigen Takten vergessen.

    Einen betont berufsorientierten Ansatz artikulierten Markus Vieweg und Frank Schulze-Brüggemann in ihrem Vortrag über Eckpfeiler des Profimusikerdaseins. Die Botschaft der beiden: Es gibt nur wenige Regeln, die es einzuhalten gilt, aber die sind essentiell wichtig. „Seid pünktlich und zuverlässig, habt euer Equipment immer tadellos in Ordnung, und: weniger ist mehr.“ Denn, so Schulze-Brüggemann: „In diesem Business muss alles super schnell gehen und auf Anhieb funktionieren.“ Die wichtigste Lektion aber lautet: „Jeder hat seine Macken, sei aber trotzdem kein Arschloch!“

    Thomas Blug wiederum referierte über den „Spaß am Üben“ und stellte eine steile These auf: Auf Grundlage deutscher Kinderlieder lasse sich das kompositorische Geheimnis von Joe Satriani bis Police (‚Walking On The Moon‘), von den Eagles bis David Gilmour dekodieren. Blug: „Eigentlich spielt Satriani den ganzen Abend ‚Alle meine Entchen‘, nur mit wechselnden Bass-Tönen.“ Eine weitere Message an alle Musiker: Haltet die Songs simpel und achtet auf einen guten Groove, denn: „Wenn es auf der Bühne groovt, bleiben die Mädels da!“ Das seiner Meinung nach wichtigste Rüstzeug für jeden Gitarristen: „Pentatonik plus x, und man kann 98% aller Songs dieser Welt spielen.“

    Acoustic-Fingerstyler Timo Brauwers wiederum hatte seine eigene Methode, um die Zuschauer zum Mitmachen zu bewegen: „Wenn ich blöde gucke, bitte sofort anfangen auf zwei und vier zu klatschen“, erläuterte er, um anschließend ‚Everybody‘ von den Backstreet Boys anzustimmen und den Zuhörern zu erklären, an welcher Stelle das signifikante „yeah, yeah“ im ganzen Saal zu ertönen habe.

    Last but not least: Als wohl spektakulärste Neuerung des zweiten Summits gab es insgesam 13 exklusive Masterclasses mit Weltstars wie Stu Hamm, Phil X, Uli Jon Roth, John Browne, Mattias IA Eklundh oder Marcus Deml, bei denen eine streng limitierte Anzahl von Teilnehmern diesen Könnern direkt auf die Finger schauen und wichtige Lektionen für ihr eigenes Spiel mitnehmen konnte.

     

     

    STARS

    Wer waren die Stars des diesjährigen Guitar Summits? Neben den Workshop-Heros wie Victor Smolski, John Browne, Mattias IA Eklundh, Thomas Blug, Marcus Deml oder Martin Miller waren es der Ex-Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth und ohne Zweifel wieder einmal Weltklassebassist Stu Hamm (Joe Satriani, Steve Vai, MSG), der mit gewohnt freundlicher, verbindlicher und kompetenter Ansprache seine grandiosen musikalischen Fähigkeiten in den Dienst der guten Sache stellte. Dass der Mann eine (Bass-) Liga für sich ist, konnten seine Schüler in der Masterclass am eigenen Leib erfahren.

    Permanent umlagert war auch Akustikgitarrist Jon Gomm mit seiner verwitterten Lowden namens „Wunderwaffe Wilma“ (Gomm: „Der Name stammt von Colonel Wilma Deering aus der Fernsehserie Buck Rogers“), mit der er immer wieder wunderbare Klänge zaubert. Ein regelmäßiges Gänsehaut-Erlebnis: seine Version des Chaka-Khan-Megahits ‚Ain‘t Nobody‘.

    Und dann war da ja auch noch Phil X! Was für ein Typ!! Der Mann steht auf der Bühne – nur Mikro, Gitarre, Amp und Verzerrer – und die Leute rasten bereits nach wenigen Tönen komplett aus. Der Bon-Jovi-Gitarrist ist der Prototyp des Rock’n‘Roll-Superstars – smart, attraktiv, unglaublich charmant, eloquent und als Musiker der Hammer! Wenn Phil X rasiermesserscharfe Led-Zeppelin-Riffs aus der Hüfte feuert (‚Whole Lotta Love‘), AC/DC zitiert (‚Back In Black‘), seine Liebe zu Van Halen unter Beweis stellt (‚Ain’t Talkin’‘bout Love‘) und dem Funk-Hit ‚Superstition‘ seine Rock-DNA geradezu intravenös einflößt, kocht der Saal. Und er war auskunftsfreudig bei Fragen zu seinem Equipment. „I love P-90“, gestand er zur Wahl seines bevorzugten Pickups und drehte zum Beweis sofort am Volume-Poti seiner orangefarbenen Framus Custom Shop Masterbuilt Phil XG Signature, um zu zeigen, wie variabel dieser Tonabnehmer bei Veränderung der Lautstärke klingt. Übrigens: Zum Ende seines frenetisch umjubelten Workshops gab es dann noch eine kleine Bon-Jovi-Anekdote: „Ihr glaubt, dass man vor allem Glück braucht, um eines Tages von Jon Bon Jovi in dessen Band berufen zu werden? Ihr irrt! Es ist der hart erarbeitete Lohn eines Musikers, der viele Jahre lang nur eines machen konnte: sich immer wieder für Jobs anbieten und – wenn er genommen wurde – auch entsprechend geliefert hat.“

     

    WAS GAB ES NOCH?

    Auch das Rahmenprogramm des 2018er Guitar Summits konnte sich erneut sehen lassen. Am Samstagvormittag fand direkt vor den Toren des Rosengartens wieder ein Musikerflohmarkt statt. Das schöne Wetter und die Aussicht, anschließend noch den Summit besuchen zu können, hatten etliche private Anbieter und diverse Schnäppchenjäger angelockt. Auf Ebene 1 des Summits glühten wiederum die Lötkolben in der Do-It-Yourself-Area, wo unter Anleitung des Tube Amp Doctors an einem Combo-Bausatz geschraubt und gelötet wurde. Mit Erfolg, wie man am Samstagabend um kurz vor Mitternacht sehen konnte. Wer kann schon von sich behaupten, seinen eigenen Verstärker gefertigt zu haben?

    Ebenfalls ein großer Zuschauermagnet: der Gitarren-Unterricht von Peter Bursch, dem „Gitarrenlehrer der Nation“. Viele von uns haben durch Bursch die ersten Akkorde und Lieder gelernt. Sein Credo lautet auch heute noch: Jeder ist musikalisch, man muss sich nur trauen. Das Gleiche galt auch bei den Ukulele-Circles am Stand von Ortega.

     

     

    FINALE HÖHEPUNKTE: DIE GUITAR SUMMIT PARTYS

    Wie schon im vergangenen Jahr waren auch diesmal wieder die Guitar Summit Partys im Mozartsaal der krönende Abschluss am Freitag- und Samstagabend. Am Freitag lautete das Motto „Acoustic Party“, auf der großen Bühne zu sehen waren unter anderem Ilona Boulou, Regina Bakhritdinova, Magdalena Kowalczyk, der Akustikbass-Fingerpicking-Künstler Dmitry Lisenko, der unglaublich unterhaltsame Petteri Sariola und natürlich Jon Gomm, deren bisweilen atemberaubend filigrane Fingertechnik im großen und gut gefüllten Saal gefeiert wurde.

    Am Samstagabend hieß es dann „Electric Party“, zu der zunächst die Band Sommerplatte mit Hanno Busch und Claus Fischer geladen hatten und ihre Adaption von moderner Jazz-Musik darboten. Große Klasse!

    Danach enterte Marcus Deml mit seiner aktuellen Band The Blue Poets die Bühne und das Publikum im rappelvollen Mozart-Saal hing ihm bei jeder Note des energiegeladenen Blues-Rocks am Plektrum. Großes Tennis!

    Beim abschließenden All-Star-Jam feuerte Thomas Blug‘s Rockanarchy aus vollen Rohren. Zu bekannten Klassikern der Rockgeschichte gesellten sich nach und nach mit Phil X, Stu Hamm, Uli Roth, Mattias IA Eklundh, Larry Mitchell, Martin Miller, Tom Quayle und Pete Thorn ein Großteil der 2018er-Summit-Elite, um erst nach einem furiosen Jamsession-Finale mit allen Beteiligten die begeistert mitgehende Saalbelegschaft spät in ihre (Hotel-) Betten zu entlassen.

     

    Mehr geht nicht, könnte man meinen. Nach nur zwei Ausgaben ist der Guitar Summit bereits zur festen Institution für Gitarristen und Bassisten unterschiedlichster Stile geworden. Aber natürlich gilt für uns: Nach dem Summit ist vor dem Summit! Wir nehmen die vielen zufriedenen Austeller und Besucher als Ansporn, noch besser, noch vielseitiger, noch ideenreicher zu werden. Der Guitar Summit wird im kommenden Jahr in die dritte Rundegehen, deshalb gilt schon jetzt: Save The Date! Am 27. bis 29.09.2019 sehen wir uns alle wieder.

     

    Quelle: Gitarre&Bass 10/2018 (Story: Matthias Mineur)

  • GUITAR SUMMIT 2019

    Der dritte Guitar Summit vom 27. bis 29. September 2019 war ein voller Erfolg und wird allen Anwesenden lange in positiver Erinnerung bleiben. Mindestens bis zum nächsten Herbst, wenn Europas größte Gitarrenshow zum vierten Mal die Pforten öffnet.

     

    Es war ein Fest für alle. Die beteiligten Musiker fühlten sich sichtlich wohl, die Aussteller (mehr als 470 verschiedene Marken konnten begutachtet und getestet werden) sahen sich ihrem individuellen Angebot entsprechend bestens in Szene gesetzt und waren gleichzeitig in direktem Kontakt zu ihren Kunden. Und die vielen Gäste – mit über 8600 Besuchern 40% mehr als im Vorjahr – genossen den dreitägigen Austausch mit Kollegen, Fachleuten, Freunden und Vorbildern. Kurzum: Der dritte Guitar Summit im Mannheimer Rosengarten war ein herzliches Miteinander von Musikern, Herstellern, Gitarrenbauern, Ideengebern, Journalisten und Fans. Da fachsimpelten Stu Hamm (Steve Vai, Joe Satriani), Billy Sheehan (David Lee Roth, The Winery Dogs), Paul Gilbert (Mr. Big) oder Henrik Freischlader genauso angeregt untereinander wie mit jungen Amateurmusikern, da nahmen sich Firmen wie Yamaha, Marshall, Warwick/Framus oder Ibanez genauso viel Zeit für ihre prominenten Endorser/Repräsentanten wie für die vielen (noch) unbekannten Nachwuchstalente, die den Summit besuchten.

    Eingerahmt war das lange Wochenende auch in diesem Jahr wieder von Workshops, lehrreichen Diskussionsrunden und interaktiven Unterrichtseinheiten. Und natürlich endeten der Freitag als auch der Samstag jeweils mit einer rauschenden Live-Party im Mozartsaal, geographisch perfekt im Zentrum der Veranstaltung gelegen.

     

    WORKSHOPS

    Sechs Bühnen, gleichmäßig über drei der Ebenen des Guitar Summits verteilt und teilweise nach Themen sortiert: Von Freitag 12.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr konnte man jede Menge Wissenswertes über neue Trends und alte Vorlieben, über innovative Ideen und traditionelle Stärken, über künstlerische Eigenarten und große musikalische Übereinstimmungen lernen. Die größte Bühne, die ‚I‘m Sound Stage‘, bot unter anderem Unterrichtseinheiten von Gitarrengenie Paul Gilbert bis Bass-Guru Billy Sheehan, von Thomas Blug über Blue-Poets-Boss Marcus Deml bis zu Blues-Gitarrist Henrik Freischlader. Paul Gilbert beispielsweise referierte über die vermeintliche Simplizität des Gitarrespielens, bewies aber zugleich, dass seine „Variationen“ einfacher Zusammenhänge eher virtuos sind. Angesprochen auf das Equipment, das er auf Tourneen verwendet, erklärte Gilbert: „Ich bin nicht die Rolling Stones, die ihr eigenes Gear überall hin transportieren lassen können. Bei mir müssen es eine Handvoll Pedale richten, die ich über einen guten Röhrenamp ansteuere. Denn einen Marshall kann man sich überall auf der Welt leihen.“ Zu seiner Pedal-Grundausstattung gehören vier Distortion-, ein Reverb-, ein Delay- und ein Mini-Wahwah-Pedal („eigentlich zu klein für meine großen Füße“), und als besonderen Gag ein per Magnet an seiner lilafarbenen Ibanez Fireman festsitzender Bottleneck. Mit dieser Ausrüstung komponiert er am liebsten – natürlich! – simple Songs, gerne über Kuchen. Denn, so sein O-Ton: „You can never get into an argument about a pie with Streusels! It‘s delicious!“

    Später dann, auf der gleichen Workshop- Bühne, verriet Billy Sheehan einige seiner Tricks. Er gestand: „I always steal from anybody, but I do give credits.“ Konkret, so Sheehan: Sowohl seine Hammer-Ons als auch seine Pinch-Harmonics hat er sich bei ZZ Tops Billy Gibbons abgeschaut. „Billy war der Erste, der sie gespielt hat, keiner außer ihm hat dies vor 1974 gemacht.“

    Auch auf den anderen Bühnen herrschte jede Menge Betrieb: Auf der ‚Bass-Stage‘, direkt am Eingang des Rosengartens, zeigte der aus Kamerun stammende Bassist Étienne M‘Bappé (John McLaughlin, Joe Zawinul), weshalb sein mit schwarzen Seidenhandschuhen erzeugter Ton in aller Welt so beliebt ist.

    Von ganz anderem Kaliber war dagegen die Vorführung des holländischen Epica-Bassisten Rob van der Loo, der seinen nagelneuen Dingwall- Metal-Bass vorstellte, exakt drei Stunden, nachdem ihm Firmenchef Sheldon Dingwall das sehenswerte Teil namens Hellboy überreicht hatte.

    Die ‚Electric Stage‘ auf Ebene 1 des Rosengartens war vor allem am Samstag und Sonntag, nach einem jazzigen Auftakt mit Buchautor und Gitarrist Ro Gebhardt, vornehmlich Rock- und Metal-Musikern wie Marcus Deml, Oliver Hartmann, Mattias IA Eklundh, Pete Thorn oder Rabea Massaad vorbehalten. Beeindruckend auch der Workshop von Opeth- Gitarrist Fredrik Åkesson, der die innovative Technik der Synergy-Amps vorstellte und gleichzeitig zwei bislang unveröffentlichte Instrumental-Nummern aus seinem Privatarchiv präsentierte.

    Auf der ‚Acoustic Stage‘ traf man Janek Pentz, Petteri Sariola (Motto: „Die One- Man Band“) an, grandios am Samstag auch das Duo Ragnar Zolberg und Rob Marcello mit Rock-Klassikern als Akustikversionen. Auf der ‚Recording-Stage‘ ging es vornehmlich um technische Details des Musikmachens, wie etwa Studioequipment, In-Ear-Monitoring oder Mikrofonierung, zudem gab es einen spannenden Vortrag von Jazz-Gitarrist Hanno Busch (Sasha, Max Mutzke) und Gitarrenbauer Nik Huber, bei dem unter anderem auch die aktuelle Angebotslage von Vintage- Gitarren ausgeleuchtet wurde. Huber: „Mit dem Tod von Steely-Dan-Gitarrist Walter Becker sind auf einen Schlag 500 Gitarren und Verstärker verfügbar geworden. Das verändert natürlich automatisch den gesamten Vintage-Markt.“ Besonders publikumsnah ging es auf der ‚InEar Stage‘ zu, bei der unter anderem Marcelo Rosa, Victor Smolski (Almanac), Mattias IA Eklundh (Freak Kitchen) oder Alexandr Misko interessierte Zuhörer via Kopfhörer über Rhythmus- und Timing-Tricks, ungewöhnliche Spieltechniken und aktuelle Trends im Acoustic-Fingerstyle informierten. Und last but not least: Ganz ohne Bühne kam Deutschlands wichtigster Gitarrenlehrer Peter Bursch aus. Er widmete sich den Anfängern unter den Summit-Besuchern und half bei jedem seiner Workshops zunächst mit dem Wesentlichen des Musikmachens: dem Stimmen der Instrumente. Währenddessen gab es am Stand von Grave-Digger-Axeman Axel Ritt, der sein neues ‚Ironfinger‘-Distortion- Pedal präsentierte, jeweils um 18.00 Uhr eine Verköstigung mit Grave-Digger- Whisky. So unterschiedlich kann klientelorientierte Betreuung aussehen.

     

    ACOUSTIC PARTY

    Der stimmungsvolle und trotz unzähliger Höhepunkte entspannte Freitag endete wie gewohnt im Mozartsaal mit der ‚Acoustic Party‘. Um 18.30 Uhr eröffnet Radek Preisler, 12-jähriger Contest-Gewinner des Warschau Fingerstyle Festivals, einen Konzertabend, der den anwesenden Zuschauern den Mund offenstehen ließ. Wer anno 2019 bei Akustikgitarren noch an Lagerfeuerstimmung oder kollektive „We Shall Overcome“- Happenings denkt, wurde mit virtuosen, halsbrecherischen und innovativen Techniken heutiger junger Gitarristen eines Besseren belehrt. Schon am Nachmittag schlenderte Radek durch die Gänge, schaute sich interessante Gitarren an – und wirkte dabei deutlich weniger aufgeregt als seine Eltern, die ihn begleiteten. Während sein Vater jede Gelegenheit nutzte, um Besucher auf den Auftritt seines Sohnes aufmerksam zu machen, ließ Mutter Preisler ihren Filius kaum einen Moment unbeobachtet.

    Ab 19.15 Uhr zeigten der Isländer Ragnar Zolberg, den Fachleute von Pain Of Salvation kennen, und Rob Marcello von der US-AOR-Band Danger Danger ihr Programm „Unplugged Rock“, das von Deep Purple´s ‚Mistreated‘ bis Dios ‚Rainbow In The Dark‘ reicht. Anschließend gab es beim polnischen Preisträger Janek Pentz eine spannende Fingerstyle-Mixtur mit Einflüssen von Rock bis Klassik, abwechselnd schnell und dynamisch, immer wieder aber auch wunderbar ruhig und atmosphärisch intoniert. Wer Janek gesehen hat, versteht, weshalb er von keinem Geringeren als Tommy Emmanuel eingeladen wurde, ihn auf Tournee zu begleiten.

    Ähnliche Lobeshymnen konnte man auch über den Finnen Petteri Sariola anstimmen, der kurz vor 21.00 Uhr sein im wahrsten Sinne des Wortes kommunikatives Set startete und innerhalb weniger Minuten den gesamten Mozartsaal auf seiner Seite hatte. Man durfte, nein falsch: man musste mitklatschen, aber auch mit großen Augen staunen, wie fließend der Finne Harmonie-Passagen und rhythmische Bassläufe in Einklang brachte.

    Ein echter Höhepunkt war erneut auch Alexander Misko, der bereits 2017 auf dem allerersten Summit für Begeisterungsstürme gesorgt hatte und auch im vergangenen Jahr eingeladen war, aufgrund von Visa-Problemen aber keine Ausreiseerlaubnis aus seiner Heimat Russland bekam. Als Repräsentant von Klotz-Kabel konnte man Misko tagsüber auch auf der ‚InEar Stage‘ sehen, im Mozartsaal zeigte er dann, dass er mit seiner atemberaubenden Performance ebenso große Säle mühelos begeistern kann. Natürlich ließen ihn die Zuschauer nicht eher von der Bühne, bis er seine legendäre Version von Michael Jacksons ‚Billie Jean‘ gespielt hatte.

     

    ELECTRIC PARTY

    Nach der ‚Acoustic Party‘ am Freitagabend wurde es bei der ‚Electric Party‘ am Samstag deutlich härter und lauter, und zwar in konstant zunehmender Weise. Den Anfang machten der amerikanischen Bassist Jeff Berlin und seine kanadische Gitarrenbegleitung Don Alder, ein intuitiv aufeinander eingehendes Duo mit großen Improvisationsfähigkeiten.

    Die Phonzahlen um einige Grade nach oben schraubend enterten dann Henrik Freischlader und seine Band die Bühne. Der Gitarrist und Sänger hat nicht nur einen sagenhaften Gitarrensound und ein untrügliches Gespür für traditionellen Bluesrock, sondern auch eine der amtlichsten Gesangsstimmen der Szene. Bevor er sein bluesiges Timbre am Ende des Abends beim Allstar-Jam noch einmal in großer Runde unter Beweis stellen konnte, überzeugten er und seine vier Mitstreiter zunächst mit einer eigenen, circa einstündigen Show voller Dynamik und Vitalität. Zur Freude vieler Les-Paul-Fans wieder mit dabei: seine wunderschön singende Gibson- Honeyburst-Paula, ein optischer Leckerbissen und dank Freischlader scheinbar mit tausend verschiedenen Soundmöglichkeiten ausgestattet. Purer Genuss für Augen und Ohren!

    (Fast) pünktlich gegen 20:15 Uhr übernahm dann Paul Gilbert, der vorher bereits bei einer Masterclass mit knapp zwei Dutzend Lernwilligen sowie einem prall gefüllten Workshop auf der ‚I´m Sound Stage‘ seine Philosophie zum Besten gegeben hatte („well, you see, it´s all quite simple“ lautete das Motto, das Gilbert anschließend mit einem Notentornado in Mach-3-Geschwindigkeit konterte), und führte das Publikum nun durch die Geschichte der klassischen Rockmusik. Ohne Zweifel zwei der absoluten Höhepunkte: die Instrumentalversionen von ‚Running With The Devil‘ (Van Halen) und ‚Carry On Wayward Son“ (Kansas).

    Und dann war es soweit: Um kurz nach 21:00 Uhr blies Thomas Blug den Allstar Jam zur Jagd und verpasste der Show passend zum Termin den Slogan „50 Jahre Woodstock“. Mit Billy Sheehan als ersten prominenten Gast gab es zur Eröffnung ‚See Me, Feel Me‘ von The Who – es dauert ein paar Takte, bis alle die geforderte Tonart gefunden hatten –, gefolgt von ‚My Generation‘, bei dem der Amerikaner Pete Thorn (Chris Cornell, Melissa Etheridge) seine knallrote Suhr-Gitarre auspackte. Dann wurde es metallisch, unter anderem mit Obscura-Bassist Linus Klausenitzer und Fredrik Åkesson von den schwedischen Proggern Opeth und einer galoppierenden Version von ‚Proud Mary‘ (Creedence Clearwater Revival). Eigentlich nicht ganz Åkessons und Klausenitzers Baustelle, aber beide schlugen sich achtbar und trauten sich gegen Ende des Songs sogar bis an den vorderen Bühnenrand. Danach stand auch schon wieder Henrik Freischlader auf der Bühne, zusammen mit Stu Hamm spendierte die Band eine ausgedehnte Version von Santanas ‚Black Magic Woman‘ gefolgt von ‚Jingo-Lo-Ba‘, bei dem auch Billy Sheehan ein weiteres Mal die Allstars unterstützte. Natürlich durfte beim Motto des Sets auch eine Reminiszenz an Jimi Hendrix nicht fehlen, und wer besser als Freischlader mit seiner sonoren Stimme hätte ‚Voodoo Chile‘ singen (und spielen) können. Apropos singen und spielen: Herausragend bei der Allstar Truppe war Oliver Hartmann (At Vance, Avantasia, Edguy, etc.), bekanntermaßen einer der besten Rockmusiker, die wir in Deutschland zurzeit haben und den man trotz großer Namen wie Gilbert, Sheehan, Hamm, Thorn oder Åkesson nicht unerwähnt lassen darf.

    Zum großen Finale des Abends kam dann (fast) alles auf die Bühne, was auf dem diesjährigen Guitar Summit im Rockbereich Rang und Namen hat, darunter auch der junge Brite Chris Buck, der für den krankheitsbedingt verhinderten Carl Carlton eingesprungen war und bei einem Workshop sein überragendes Talent zur Schau stellen konnte. Ohne Zweifel: Von diesem jungen Künstler werden wir zukünftig noch viel hören. Mit spürbarer Inbrunst feuerte die versammelte Musiker- Elite dann Joe Cockers ‚With A Little Help From My Friend‘ aus der Hüfte, wechselte zwischenzeitlich zu ‚Summertime Blues‘ und beendete den rauschenden Abend mit einem furiosen und frenetisch bejubelten Schlussakt. Wie formulierte es G&B-Chef Dieter Roesberg anschließend so zutreffend: „Das kommt dabei heraus, wenn selbst so erfahrene Musiker wie Paul Gilbert oder Billy Sheehan richtig Spaß an einer Performance haben.“

     

     

    So gleichermaßen aufregend und inspirierend wie der Allstar Jam der ‚Electric Party‘ im Mozartsaal, so stil-, alters- und kulturverbindend war der Guitar Summit 2019 generell. Wer dabei war, kommt im nächsten Jahr garantiert wieder.

     

    Quelle: Gitarre&Bass 11/2019 (Story: Matthias Mineur)